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women in exile - Preisträgerinnen des diesjährigen Clara-Zetkin-Frauenpreises - unterwegs und werden laut
Schön wären auch Freund*Innen, die uns während der Tour bei der Kinderbetreuung unterstützen wollen.
Und sehr wichtig sind Freund*Innen, die für uns Schlafplätze während der Tour organisieren. Solidarische Angebote bitte an: nolager4women@riseup.net Spendenbescheinigung möglich
Women in Exile e.V.
Infos zum Projekt www.betterplace.org/de/projects/18916-fluchtlingsfrauen-werden-laut-aktionstour-quer-durch-deutschland/news Schön wären auch Freund*Innen, die uns während der Tour bei der Kinderbetreuung unterstützen wollen.
Und sehr wichtig sind Freund*Innen, die für uns Schlafplätze während der Tour organisieren. Solidarische Angebote bitte an: nolager4women@riseup.net Spendenbescheinigung möglich
Flüchtlingsfrauen werden laut!
Gefahrenvolle Reisewege, herum geschoben durch ganz Europa, untergebracht in Sammelunterkünften oft weit weg von jeder Infrastruktur, Arbeitsverbote, Gutscheine, ein alltäglicher Kampf um ausreichende medizinische Versorgung, immer gegenwärtig die Angst vor Abschiebung... und Sexismus, wie ihn jede Frau erlebt noch dazu... Flüchtlingsfrauen haben allen Grund laut zu werden und ein menschenwürdiges Leben einzufordern.
Laut ist die Initiative 'Women in Exile' seit vielen Jahren: Sie wurde 2002 von asylsuchenden Frauen in Brandenburg gegründet. Die Gründerinnen haben die Erfahrung gemacht, dass Flüchtlingsfrauen doppelt Opfer von Diskriminierung sind: Sie werden als Asylbewerberinnen durch rassistische Gesetze ausgegrenzt und als Frauen diskriminiert.
Women in Exile e.V. wurde 2011 in Potsdam gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, einen organisatorischen Rahmen für die Aktivitäten der Initiative 'Women in Exile' zu stellen. Seit 2012 sind wir als gemeinnützig anerkannt.
2011 baute 'Women in Exile’ die Gruppe ’Women in Exile & Friends' auf.
Gemeinsam tragen wir flüchtlingspolitische Forderungen aus feministischer Perspektive an die Öffentlichkeit. Zum Beispiel mit der Kampagne „Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen!“. Aber auch zu anderen Gesetzen, die Asylsuchende ausgrenzen und entrechten wie dem Asylbewerberleistungsgesetz oder zu Dublin III nehmen wir aus der Perspektive von Flüchtlingsfrauen Stellung und fordern deren Abschaffung.
Unser grundlegendes politisches Ziel ist die Utopie einer gerechten Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung, mit gleichen Rechten für alle Menschen, egal, woher sie kommen und wohin sie gehen.
In unserer konkreten Politik liegt unser Fokus auf der Abschaffung aller diskriminierenden Gesetze gegen Asylsuchende und MigrantInnen und den Verschränkungen von Rassismus und Sexismus.
Wir verstehen uns als feministische Organisation und sind eine der wenigen Schnittstellen zwischen Frauenbewegung und Flüchtlingsbewegung. Dieses Organisationsprofil wird verwaltet von D. Lindenberg (Organisationsmanager)
Regelmäßige Aktivitäten und die Schwerpunkte unserer Arbeit sind, die Gesellschaft mit den Problemen und Forderungen von Flüchtlingsfrauen zu konfrontieren und diese Forderungen mit Demonstrationen und anderen Aktionen an EntscheidungsträgerInnen heranzutragen.
Seit Anfang 2011 greift unsere Kampagne „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“ eines der dringendsten Probleme von Flüchtlingsfrauen auf und macht exemplarisch die Verschränkungen von Rassismus und Sexismus, unter denen Flüchtlingsfrauen zu leiden haben, deutlich: Lager begünstigen als Orte eines extrem fremdbestimmten Alltags sexuelle Gewalt oder Ausbeutung. Der Schwerpunkt der Kampagne lag bisher auf der Situation in Brandenburg, aber unser langfristiges Ziel ist es, durch eine Änderung der Bundesgesetzgebung alle Sammelunterkünfte abzuschaffen.
Seit Sommer 2013 haben wir deshalb begonnen, eine bundesweite Vernetzung aufzubauen und haben unsere Homepage zum bundesweit relevanten Medium ausgebaut. Dort stellen wir Informationen für Flüchtlingsfrauen und andere AktivistInnen in mehreren Sprachen bereit und informieren aus feministischer Perspektive auf Deutsch und Englisch über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse und Aktionen.
Seit Herbst 2013 geben wir mit ähnlicher Zielsetzung einen (vorerst nur) deutsch- und englischsprachigen Newsletter heraus, der auch zur Mobilisierung von asylsuchenden Frauen zu unseren Aktionen dient.
Außerdem bieten wir Flüchtlingsfrauen proaktive Unterstützung aus der Sicht von Betroffenen an und unterstützen sie mit Seminaren und Workshops dabei, individuelle und kollektive Perspektiven zu entwickeln, um sich gegen sexualisierte Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung zu verteidigen.
Wir glauben, dass Flüchtlingsfrauen selbst ihre Situation am besten beschreiben können. Deshalb ist ihre Beteiligung an Aktionen, mit denen wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit tragen, zentraler Bestandteil unseres politischen Handelns.
