Zum Hauptinhalt springen

Detailansicht NEWS

Frauen brauchen Einkommen zum Auskommen!

DIE LINKE Rheinland-Pfalz

Resolution des Landesvorstandes zum Internationaler Frauentag 2013

DIE LINKE Rheinland-Pfalz

Resolution des Landesvorstandes zum Internationaler Frauentag 2013

 

Noch immer gibt es Berufe, in denen Frauen trotz gleicher Qualifikation für die selbe Arbeit weniger verdienen als Männer.

Viele Frauen sind doppelt benachteiligt: sie arbeiten im Niedriglohnsektor und sind  teilzeitbeschäftigt. Das führt dazu, dass es für Frauen ungleich schwieriger ist, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen, als für Männer. 

In Deutschland arbeiten 46% aller Frauen in Teilzeitangestelltenverhältnissen, während der Durchschnitt in der europäischen Union bei 31% liegt. Daran ist zu erkennen, dass die Frauen in der Politik der Bundesregierung nur eine untergeordnete Rolle spielen. 

Besonders benachteiligt sind alleinerziehende Mütter, die gezwungen sind, unterbezahlte Teilzeitjobs anzunehmen, weil die flächendeckende Ganztagsbetreuung trotz gesetzlichem Anspruch immer noch nicht verwirklicht wurde. Und die Kinderbetreuung vor allem in den „Randzeiten“ nicht gewährleistet ist. 

Die politische Flickschusterei der Familienministerin Schröder und der Frauen diskriminierenden "Herdprämie" offenbart den politischen Unwillen, die Situation für die Frauen zu verbessern. 

In Rheinland-Pfalz werden Frauen überwiegend in Kleinbetrieben beschäftigt. Mittelbetriebe beschäftigen einen kleineren Anteil von Frauen als sonst in Westdeutschland. Das heißt,      dass Frauen in Rheinland-Pfalz  überproportional von den Nachteilen der Beschäftigung in Kleinbetrieben betroffen sind: eingeschränkter Kündigungsschutz, keine betriebliche Interessenvertretung, niedrigere Einkommen.  

Seit dem Jahr 2000 ist in Rheinland-Pfalz der Anteil der geringfügig Beschäftigten stark gestiegen, auf Kosten von regulären Beschäftigungsverhältnissen. Diese Verschlechterung betrifft überwiegend Frauen. Außerdem sind Frauen in Rheinland-Pfalz häufiger (zu 54%) in einfachen Tätigkeiten beschäftig als in anderen Bundesländern, obwohl sie bei den Bildungsabschlüssen erheblich aufgeholt haben.

In letzter Konsequenz bedeutet das, dass Frauen mit dem Eintritt ins Rentenalter mit Versorgungsabzügen rechnen müssen: Zwei Drittel aller Frauen haben eine Rente unterhalb der Grundsicherung. 83,5 Prozent der Frauen haben eine Altersrente von unter 850 Euro, davon wiederum ein Viertel von unter 250 Euro. Die Durchschnittsrente einer Frau beträgt nur die Hälfte der eines Mannes.

Diese Benachteiligungen sind nicht hinnehmbar. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit, einen gesetzlichen Mindestlohn, eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder und die Möglichkeit der Vollzeitbeschäftigung. Betriebe müssen familienfreundlicher werden. Wir fordern die Abschaffung von 450-Euro-Jobs. Wir brauchen mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und eine armutsfeste Rente auch für Frauen.

Zurück zum Kopf der Seite