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Fragebogen MinijobberInnen
Liebe Frauen,
bei einer informellen Befragung von MinijobberInnen hat sich herausgestellt, dass der Mehrheit der Befragten sämtliche ArbeitnehmerInnenrechte vorenthalten werden. Die Betroffenen geben an, dass sie es auch nicht wagen, ihr Recht auf bezahlte Urlaubstage und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie die im Betrieb üblichen Sonderzahlungen einzufordern. Die Befürchtung, dass die ArbeitgeberInnen sich dann schleunigst andere MitarbeiterInnen umsehen würden, ist ja durchaus berechtigt.
Die Gewerkschaften geben an, dass die Betroffenen ja klagen können und Recht bekommen werden. Rein arbeitsrechtlich ist das zwar richtig, doch mit Hartz IV im Nacken bedeutet das, dass die Verantwortung die Schwächeren tragen sollen.
ArbeitgeberInnen, die ArbeitnehmerInnenrechte nicht beachten, gehören staatlich kontrolliert und im Bedarfsfall sanktioniert.
Diese Befragung soll mit dazu beitragen, dass auf der Grundlage von repräsentativen Daten politischer Druck aufgebaut werden kann, damit sich die Arbeitsbedingungen von MinijobberInnen verbessern. Bitte verteilt die Fragebögen und sendet sie ausgefüllt an mich mit dem Vermerk des jeweiligen Bundeslandes.
Damit wir uns nicht falsch verstehen, wenn ich die Entscheidung hätte, würde ich sowohl die Minijobs als auch den gesamten Niedriglohnbereich abschaffen.
Liebe Grüße
Ingrid Jost
Dipl.-Päd./Familientherapeutin
Derfflingerstraße 2 - 47057 Duisburg - Tel.: 0203/350621
