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Feministinnen und Frauen Europas - Aufstehen gegen patriarchalen und kapitalistischen Unsinn
Als feministisches Netzwerk der Europäischen Linken nehmen wir den Internationalen Tag der Frau, eine sozialistische Tradition seit 105 Jahren, als Gelegenheit gegen die zunehmende Verschlechterung unserer Gesellschaften zu protestieren, in den Ländern, in denen wir leben und auf dem Planeten, die wir bewohnen.
Feministinnen und Frauen Europas - Aufstehen gegen patriarchalen und kapitalistischen Unsinn!
Erklärung von EL-FEM, 8. März 2016
Als feministisches Netzwerk der Europäischen Linken nehmen wir den Internationalen Tag der Frau, eine sozialistische Tradition seit 105 Jahren, als Gelegenheit gegen die zunehmende Verschlechterung unserer Gesellschaften zu protestieren, in den Ländern, in denen wir leben und auf dem Planeten, die wir bewohnen.
Wir stehen auf gegen Ausbeutung von Menschen und Ressourcen in der Welt. Der Reichtum, den wir in Europa genießen, muss neu verteilt werden, sowohl auf nationaler, europäischer als auch globaler Ebene.
Überall auf der Welt sind Frauen die ärmsten Mitglieder ihrer jeweiligen Gesellschaften, auch wenn sie bis zu drei Mal soviel wie Männer arbeiten.
Unsere Arbeit wird nicht so hoch wie die der Männer angesehen. Durch unbezahlte oder schlecht bezahlte Pflegearbeit belastet gilt sie als vom männlichen Ernährer unterstützt. Oft leben Frauen finanziell nicht unabhängig.
Das Leben von immer mehr Menschen auf diesem Planeten und die Beziehungen zwischen uns sind von Ausbeutung, Gewalt und Krieg strukturiert.
Diejenigen, die dieses System etabliert haben und die es leiten, werden auch weiterhin die Früchte unserer Arbeit zu ernten. Sie gefährden die Existenz unseres Planeten und versuchen, Frauen auf das Wunschbild von Männern hin zu verändern.
Knappheit und Not, Hunger und Tod, Krieg und Bürgerkrieg werden immer mehr zu charakteristischen Formen der menschlichen Existenz, immer mehr Menschen kämpfen um das nackte Überleben und auch gegeneinander. Das entwertet uns Menschen. Deshalb lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf diejenigen, die für diesen globalen Zustand verantwortlich sind, nicht nur Politiker, sondern auch Kapitalgeber, die Gewinne erzielen und ihre Geldmittel aus der Gesellschaft ziehen, die diese Mittel aber dringend benötigt. Nicht zuletzt werden sie den Frauen vorenthalten.
Die Politik muss das ändern, und wenn wir unsere Vision eines anderen Europa und eine andere Welt wollen müssen AktivistInnen in Machtposition gebracht werden, um unseren Wunsch nach Frieden, sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit und ein solidarisches Zusammenleben von Menschen durchzusetzen.
Als Frauen wissen wir, dass sexistische Gewalt überall in unserem Leben und in vielen Formen vorkommt. Das ganze System der Gewalt - strukturelle, physikalische, psychische - muss in Angriff genommen werden, und zwar nicht nur, wenn die Täter als „Männer aus einer anderen Kultur" identifiziert werden.
Als linke Feministinnen lehnen wir rassistischen Diskurs und rassistische Politik ab. Als Feministinnen der Europäischen Linken fordern wir ein Ende allen Waffenhandels, und fordern von der europäischen Außenpolitik Friedensschaffung und Friedenssicherung.
Angesichts der gegenwärtigen militärischen Konflikte und groben wirtschaftlichen Ungleichheit auf diesem Planeten fordern wir eine Politik der offenen Grenzen für Menschen, die vor Gefahr fliehen. Sie sollen Zuflucht in Europa finden. Wir sind mit allen Frauen solidarisch und kämpfen für bessere Lebensbedingungen auf der ganzen Welt.
Als EL-FEM, weigern wir uns, Teil dieses patriarchalischen und kapitalistischen Wahnsinns zu sein, der immer mehr Ressourcen, globale Solidarität und Menschenleben zerstört - Leben, die von Frauen gegeben wurden.
Als sozialistische Feministinnen stehen wir in Solidarität mit allen Frauen auf der ganzen Welt.
