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Interview mit einer Krankenschwester in einem privatisierten Krankenhaus

"Wenn das mit der Arbeit so weitergeht, dann müsste ich eigentlich kündigen. Aber das kann ich mir nicht leisten. Die Arbeit auf den Stationen ist nicht zu schaffen."

"Wenn das mit der Arbeit so weitergeht, dann müsste ich eigentlich kündigen. Aber das kann ich mir nicht leisten. Die Arbeit auf den Stationen ist nicht zu schaffen.", sagt Angelika N.

Notwendig wäre es schon, dass die 2 - 3 stündigen Lagerrunden eingehalten würden,

dass Essen auch angereicht wird,wenn es mehrere PatientInnen betrifft,

dass inkontinente Patienten frisch gemacht werden.

Aber selbst die Begleitung zur Toilette kann schwierig werden, wenn

zu wenig Personal auf den Stationen ist, das angefangene Arbeiten am Patienten übernehmen

kann.

A. N erhält ungefähr 14 € netto pro Stunde. Nach 48 Jahren im Dienst bekäme sie

mit Zusatzrente 1700 € netto Rente bei Lohnsteuerklasse 4 als ehemalige Stationsschwester.

Aber vor acht Jahren ist sie auf 75 % Arbeitszeit gegangen, weil die Arbeit ihr körperlich zu sehr zusetzte.

Bei der Privatisierung des Krankenhauses hatte sie sich geweigert, auf die Einstufung

als Stationsschwester zu verzichten. "Darauf hin stieg der psychische Druck auf mich wie irre."

Personell völlig unterbesetzt werden in ihrem Krankenhaus auch kaum tüchtige junge KollegInnen zur

Mitarbeit gewonnen, weil die Bezahlung für sie so schlecht ist, dass sich eine junge Familie davon

nicht ernähren kann.

So steigt der Arbeitsdruck immer noch, obwohl er seit Jahren schon die KollegInnen krank macht.